Macht Weizen eine kranke Wampe???

Das Thema Weizen ist in meiner Naturheilpraxis neben dem Thema Milch ein sehr zentrales Thema.

Gesundheitliche Folgen von Einfachzucker

Ich glaube, alle sind sich hier darüber einig, dass kurzkettige Kohlenhydrate in Weißmehlprodukten, wie Brötchen, Weißbrot, Gebäck, Nudeln oder Frühstücksflocken uns krank machen. Zucker aber auch die Kohlenhydrate in den Weißmehlprodukten stacheln unsere Insulinproduktion an. Die Bauchspeicheldrüse wird auf Dauer überlastet, was zu vielen Erkrankungen führen kann. Außerdem kommt es zu Störungen in der Darmflora, weil wichtige Stoffe fehlen und die kurzkettigen Kohlenhydrate/der Zucker auf Dauer das Darmmilieu schädigen. Das führt ebenso zu Entzündungsprozessen im Körper.

Anscheinend spielt auch Weizen eine Schlüsselrolle bei chronischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Heuschnupfen, Neurodermitis, Arthritis, Morbus Chron, Colitis Ulcerosa, Migräne, Reizdarm. Es ist auffällig, dass bei vielen Patienten mit diesen Erkrankungen gleichermaßen eine Milch- und Weizenunverträglichkeiten mittels Bioresonanztestung nachgewiesen wurde. Nur die Behandlung dieser Unverträglichkeiten mittels Bioresonanztherapie und das Weglassen von Milch- und Weizenprodukten brachte eine Verbesserung der Beschwerden (Behandlungskonzept nach Dr. Rüffel).

Nutzen von Getreide für den Menschen

Die Frage, die sich für mich in der langjährigen Zeit als Ernährungsberaterin und Heilpraktikerin gestellt hat, lautet, ist Vollkorngetreide eine gesunde Alternative zum „weißen“ Weizen.

Für die Antwort habe ich mal in die frühere Vergangenheit geschaut. Weizen ist nach Gerste die zweitälteste Getreideart. Die ältesten Funde wurden bereits vor 10.000 Jahren gemacht (Wikipedia). Genau wie Milch ist es noch ein sehr junges Nahrungsmittel. Getreide konnte lange gelagert werden, und es diente als sehr guter Nährstofflieferant über lange karge Winter hinweg.

Weizen ist ein wertvoller Lieferant von Kohlenhydraten, Eiweißen sowie Vitaminen und Mineralstoffen. Doch was macht Weizen, auch den Vollkornweizen, heutzutage so unbekömmlich?

Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit Weizenkonsum

Der Weizen wurde in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Mit dem Ziel die Ernte ertragsreicher zu machen, wurden die Ähren immer größer gezüchtet, das Gluten im Weizen wurde mit der Zeit immer mehr. Doch das Gluten ist der Bestandteil auf den viele meiner Patienten mit Unverträglichkeiten reagieren. Es gibt hier drei Krankheitsbilder, die Zöliakie, die Glutensensititvität und die Weizenallergie. Immer mehr Menschen mit chronischen Erkrankungen und einhergehend mit Entzündungen und Milieuveränderungen im Darm leiden unter diesem Krankheitsbild.

Vom Prinzip her ist das Gluten im Weizen ein hervorragender Eiweißlieferant, doch anscheinend ist es, so wie es derzeit zubereitet wird, mit schnellen Backmethoden, nicht gut für unseren Stoffwechsel zu verarbeiten. Außerdem essen die Menschen in der konventionellen Ernährung viel zu viel davon. Das belastet den Darm. Es belastet die Schleimhäute.

Auch Vollkornprodukte können dadurch in Masse unseren Körper belasten. Hinzu kommt auch, dass besonders Vollkornprodukte die Insulinproduktion stark ankurbeln und somit die Bauchspeicheldrüse über einen langen Zeitraum zur Hochleistung zwingen. Es ist auffällig, dass in meinen Bioscans die Bauchspeicheldrüse zu den meistbelasteten Organen gehört.

Zusammenfassung

In der Evolution ist auch der Verzehr von Weizen eine ganz junge Ernährungsweise. Gesunde Menschen können Weizen vertragen. Es ist aber darauf hinzuweisen, dass bei übermäßigem Verzehr von glutenhaltigem Getreide die Darmzotten durch das Klebereiweiß verklebt werden können, Entzündungen können entstehen, was im späteren Verlauf zu Unverträglichkeiten, Allergien und Intoleranzen führen kann. Bei chronisch erkrankten Patienten empfehle ich deshalb, auf den Verzehr von glutenhaltigem Getreide weitestgehend zu verzichten. Die Reduktion bzw. das Weglassen von kurzkettigen Kohlenhydraten, wie z.B. das Weißmehl aus Weizen, in der täglichen Ernährung bringen bei mir in der Praxis sehr gute Behandlungserfolge. Bei einer Ernährung ohne Getreide müssen alternative Eiweiß-, Fett-, Vitamin- und Mineralstoffquellen in die tägliche Ernährung eingebaut werden. Wenn Getreide weiterhin einen grundlegenden Bestandteil der Ernährung bildet, sollten Zubereitungsarten gewählt werden, die das Getreide für den Menschen bekömmlicher machen (einweichen, kochen etc).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.