Überleben ohne Milch und Weizen – interessante Alternativen

Die Suche nach der eigenen Wahrheit

Ist eine gesunde Ernährung ohne Milch und glutenhaltige Getreidesorten überhaupt möglich? In meiner Praxis kommt hier oft die Frage: „Was kann man da überhaupt noch essen?“ Käse und Joghurt schmecken doch so gut. Brötchen und Brot sind doch seit alltagsher unser Grundnahrungsmittel. Beides gehört doch zu einem normalen Leben dazu. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt doch auch, davon reichlich zu essen! Die Eltern und viele Ärzte sagen auch, ernähr dich mal wieder normal, dann geht es dir auch wieder besser. Das würden die doch nicht sagen, wenn es nicht so wäre!

Ehrlich gesagt, jeder sollte seine eigene Wahrheit finden. Ich persönlich weiß, dass mich sowohl Milch als auch Weizen krank machen. Ich spüre das ganz klar. Nicht beim ersten Bissen, aber nach und nach kommen meine Symptome wieder, das Asthma, der Heuschnupfen, die Migräne, depressive Verstimmungen, auch die Schmerzen in der Achillessehne und in den GelenkenDas Gleiche kann ich auch bei meinen Patienten bemerken. Sie stellen die Ernährung um, ihnen geht es besser, manche „sündigen“ dann wieder öfter, dadurch zeigen sich Symptome, und sie brauchen deshalb wieder öfter eine Bioresonanzbehandlung.

Auf Grund dessen habe ich für mich und meine Patienten Ernährungsstrategien entwickelt, um den Übergang und das Leben ohne Milch und Weizen zu vereinfachen. Ich habe viele Rezepte entwickelt, um die Ernährungsumstellung zu erleichtern. Ich werde demnächst alles in einem Buch zusammenfassen.

Ich möchte Ihnen aber hier schon einige Ernährungsalternativen zu Milch und Weizen an die Hand geben.

Geschmacklich interessante und gesunde Alternativen für Milch, Joghurt und Käse

Als Alternative zu Milch nehme ich am liebsten Hafermilch. Auch Mandelmilch, Kokosmilch oder Reismilch ist empfehlenswert. Mandelmilch stelle ich mir selbst her, indem ich einen Löffel Rohkostmandelmus mit 0,5 Liter gefiltertem Wasser im Mixer vermische. Der Mandelmus ist eine gute Quelle für Vitamin E, Magnesium, Kalzium, Kupfer und Vitamin B2.

Als Alternative zu Kuhmilchjoghurt empfehle ich Kokos- oder Lupinenjoghurt. Auch Chia- oder Leinsamen eignen sich gut als Müsligrundlage beim Frühstück. Vegane sojafreie Varianten im Bioladen eignen sich als Alternative für Käse. Wenn Sie nicht ganz auf Käse verzichten können, wählen Sie hier eher den weißen Ziegen- oder Schafskäse, der lange gereift und so besser verdaulich ist. Alternative pflanzliche Eiweißquellen können Hülsenfrüchte, wie Kichererbsen, Linsen, Erbsen oder Bohnen sein. Auch Nüsse, wie Mandeln, Paranüsse, Walnüsse oder Cashewkerne zählen als Eiweißspender.

Sie suchen schmackhaft alternative pflanzliche Kalziumquellen? Hier möchte ich Ihnen Pak Choi, Blumenkohl, Grünkohl, Brokkoli, Spinat, Gurken oder Romanasalat nennen. Sesamsaat ist nicht nur ein guter Kalziumlieferant sondern liefert auch Eisen. Hier empfehle ich ebenfalls einen rohkostbasierten Muss.

Geschmacklich interessante und gesunde Alternativen für glutenhaltiges Getreide

Als Alternative zu Weizen und Co. Empfehle ich Hirse, Quinoa, Amaranth und Buchweizen. Alle Alternativen sind glutenfrei und mit Ausnahme von dem Buchweizen werden diese Getreidearten auch basisch verstoffwechselt.

In Bioläden gibt es viele fertige Produkte, Hirse- oder Buchweizenbrote oder Müslis, die Sie sofort anrichten können. Möchten Sie jedoch den Schritt gehen und Ihre Nahrungsmittel selbst herstellen, sind einige Dinge zu beachten. Um die Verdaulichkeit zu verbessern, sollten jegliche Getreidekörner oder auch Schrot immer vor der Verwendung eingeweicht werden. Hierbei werden die Enzyme aktiviert und Fressgifte heraus gespült. Dazu Gemüse oder Salat gereicht, ist eine gute Ernährungskombination.

Rezept für ein glutenfreies, fermentiertes Buchweizenbot

Zum Abschluss möchte ich Ihnen ein selbsterprobtes glutenfreies Buchweizen-Brotrezept, welches einfach und ohne viele Zutaten zuzubereiten ist, mit auf den Weg geben. Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen und viel Spaß beim Ausprobieren Ihrer neuen Erkenntnisse.

Im Buchweizen sind hochwertige Aminosäuren, und er ist auch als gute Mineralstoffquelle bekannt. Durch den Fermentationsprozess ist dieses Brot besonders gut bekömmlich und ein Schmaus für unser Mikrobiom, für die nützlichen Darmbakterien.

Sie benötigen 350 g Buchweizenkörner, 1 Teelöffel Salz, reichlich Wasser und 3 Esslöffel Kokosjoghurt sowie Backpapier oder Sesamkörner zum Auskleiden der Backform.

Den Buchweizen mit heißem Wasser gut abspülen. In einer Glas- oder Keramik-Schale den Buchweizen mit reichlich (ca. die doppelte Menge) Wasser über Nacht, mit einem Deckel abgedeckt, einweichen lassen. Gleich früh am folgenden Tage das Einweichwasser abseihen, den Buchweizen gut abspülen und gut abtropfen lassen.

Den Buchweizen mit 120 ml frischem Wasser und 1 Teelöffel Salz im Mixer solange pürieren, bis der Brei vollständig durchgemischt ist. Anschließend den Kokosjoghurt unter den Brei geben. Mit einem Handtuch zugedeckt an einer warmen Stelle einen ganzen Tag (24 h) ruhen lassen, bis der Buchweizenteig kleine Bläschen(Fermentationsprozess) zeigt. Die Brotbackform mit Backpapier auslegen und den Boden und die Seiten mit Sesamkörnern bestreuen.

Anschließend den Teig in die Form füllen. und in den vorgeheizten Ofen bei 180 Grad für eine Stunde backen lassen. Das Brot ungefähr zwei Stunden auskühlen lassen, bevor Sie es vollkommen abgekühlt aus der Form nehmen können.

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